Textversion für sehgeschwächte Besucher
Sie sind hier:

Fragen rund um die Imkerei

Die am häufigsten an uns gestellten Fragen zu Bienen, Bienenprodukten sowie Honigkosmetika werden von uns hier, für Sie beantwortet.

Der hl. Ambrosius, Schutzpatron der Imker

Heiliger Ambrosius

Heiliger Ambrosius Schutzpatron der Imker

Der hl. Ambrosius ist Schutzpatron der Imker. Wenn die Imker wollen, dass er ihnen hilft, muss entsprechende Vorarbeit geleistet werden. Für die Arbeit ist er nicht zuständig, die muss schon der Bienenhalter selber verrichten. Der Hl. Ambrosius ist Seelentröster und hilft, in der Not die richtigen Worte zu finden.
Die Legende um den Mailänder Bischof Ambrosius (339-397) liefert einen anschaulichen Beweis dafür, welche Bedeutung Bienen und Honig für das christliche Mittelalter hatten. Als der spätere Kirchenmann noch ein Kind war, soll sich ein Bienenschwarm auf seinem Gesicht niedergelassen haben. Die Bienen seien gar in den Mund des Kindes gekrochen und hätten es mit Honig genährt. All dies wurde als ein Zeichen Gottes und ein Hinweis auf die große Zukunft des Kindes gedeutet. Aufgrund dieser Geschichte wird der Kirchenmann auf Gemälden immer zusammen mit einem Bienenkorb abgebildet. Die besondere Bedeutung, die die Biene im christlichen Glauben hat, ist angeblich auch der Grund für die Verwendung von Wachskerzen im Gottesdienst. Aus einer anderen Sicht könnte man meinen, gerade wegen des seit jeher wertvollen Honigs und wegen des Wachses, dem über Jahrhunderte einzigen Material für die Kerzenherstellung, dem Lichtbrennstoff, wurde die Biene geehrt und zum Symbol für Fleiß.

Warum ist ein Honig flüssig, ein anderer nicht?

Qualität hat seinen Preis

Qualität hat seinen Preis und bei uns erhalten sie ausschließlich Qualitätsprodukte

Honig ist ein Naturprodukt, das überwiegend aus Fruchtzucker und Traubenzucker besteht. Die Zusammensetzung schwankt je nach Honigsorte. Frisch aus der Schleuder ist der Honig zunächst flüssig. Da Traubenzucker stark zur Kristallisation neigt, werden jene Honige, die einen hohen Traubenzuckeranteil haben, schneller auskristallisieren. Ist im Gegensatz der Anteil des Fruchtzuckers im Honig höher, werden diese Sorten nur langsam fest.
Wie kann man verfestigten Honig wieder verflüssigen?
Stellen Sie das Honigglas in einen mit Wasser gefüllten Topf. Erwärmen Sie den Honig im Wasserbad auf ca. 40 - 45 Grad (nicht heißer, da sich sonst die wertvollen Inhaltsstoffe des Honigs abbauen) solange, bis der Honig wieder flüssig ist.

Was ist bei ökologischem Honig (Bio-Honig) anders?

Goldene Honigwabe

Goldene Honigwabe unsere Honige werden stets ausgezeichnet

Der Unterschied zwischen ökologischer und konventioneller Imkerei liegt in der Betriebsweise des Imkers. Dazu gehören auch die verwendeten Bienenstöcke, die aus Holz, also erneuerbarem Rohstoff hergestellt sein sollen. Mitentscheidend für das Prädikat „ökologische Imkerei“ sind weiters der Standort der Bienenvölker und die Behandlung der Bienenvölker gegen Parasiten und Krankheiten. Der zeitliche Einsatz ist in der ökologischen Imkerei um ein Vielfaches höher, was sich schließlich in der Folge auf den Honigpreis auswirkt. Durch Kontrollen kann aber den Kunden einwandfreie Qualität garantiert werden. Jedes Glas Honig aus einem ökologischen Betrieb ist ein Beitrag zur Gesunderhaltung der Umwelt und Lebensmittel.

Macht Honig dick?

Honiggütesiegel

Honiggütesiegel des österreichischen Imkerbundes

Nein, Honig wirkt verdauungsfördernd. Mit Honig gesüßtes Gebäck sättigt schneller als mit Zucker gesüßtes. Honig ist gespeicherte Sonnen- und Pflanzenenergie: der Traubenzucker ist ein schnell verfügbarer Energielieferant für Gehirn und Muskeln, Fruchtzucker wird zu Traubenzucker umgewandelt und in der Leber als Glykogen gespeichert, um dort als jederzeit abrufbare Reserve zur Verfügung zu stehen.

Richtige Lagerung

Urkunde

Urkunde Honigprämierung 2006

Um die wertvollen Inhaltstoffe des Honigs zu erhalten, sind die Lagerbedingungen entscheidend für den Erhalt der Qualität. Am günstigsten lagert der Verbraucher den Honig für den täglichen Bedarf an einem kühlen und dunklen Ort. Weil Honig wasser- und geruchsanziehend ist, muss er immer gut verschlossen aufbewahrt werden. Wer größere Honigvorräte anlegt, kann die Honiggläser auch einfrieren. Dadurch bleiben alle wichtigen Stoffe im Honig erhalten und er ist nach dem auftauen so flüssig wie frisch nach der Ernte. Honig kann nach Wochen oder Monaten zu kristallisieren beginnen. Das ist als ein Qualitätszeichen zu verstehen. Der Traubenzuckeranteil im Honig beginnt sich dabei zu verfestigen, ein natürlicher Vorgang, der auch zur Konservierung des Honigs beiträgt. Wer ihn wieder verflüssigen möchte, stellt das Glas in ein Wasserbad bis 40°C.

Honig in der Medizin

unsere Honige

unsere Honige liebevoll verpackt

Ein Spezialgebiet der Medizin ist die so genannte „Apitherapie“ (Apis = Biene). Gerade in diesem Bereich wurden überragende Erfolge erzielt, die neidlos von der Allgemeinmedizin anerkannt werden. Besonders bei Wundbehandlungen zeigt Honig seine wundreinigende und heilende Wirkung. Bei der Wundbehandlung erzeugt der osmotische Druck des Traubenzuckers zunächst einmal eine stärkere Durchflutung des Gewebes. Die feuchtigkeitsanziehende Wirkung des Honigs führt dazu, dass Schmutz, Eiter und Bakterien aus der Wunde ausgeschwemmt werden und schließlich wird bei der Oxidation des Honigzuckers mit Hilfe des Enzyms Inhibin ständig das desinfizierend wirkende Wasserstoffperoxid gebildet.

Infos zu Propolis

Propolis im Bienenstock

Propolis im Bienenstock Quelle: Markus Orlinski, "bee-info.de"

Worterklärung

Der Begriff Propolis kommt ursprünglich aus dem Altgriechischen und setzt sich aus den Wörtern pro und polis zusammen. Pro, d.h. vor, und Polis, d.h. Stadt. Daraus ergibt sich die Zusammensetzung 'vor der Stadt'. Was sich im Kontext Honigbienen so erklärt, dass das Vorkommen meist am Flugloch beginnt und dort durch Bienenharz, Kittharz genannt wird. Es ist ein natürliches Antibiotikum, deren Zusammensetzung stark variieren kann. Die Zusammensetzung ist stark von den Ausgansstoffen abhängig, daher lässt es sich schwer eindeutig festlegen.

Was ist Propolis?

Propolis
ist das von Bienen gewonnene und eingetragene Kittharz zum verkitten von undichten Stellen im Bienenstock. Weiters verwenden sie es gegen das Eindringen von Krankheitserregern aller Arten (vor allem Bakterien). Größere Tiere, die in den Bienenstock eingedrungen sind, z.B. Mäuse oder Schlangen können von den Bienen nicht mehr fortgeschafft werden, und werden mit Propolis "mumifiziert".
Ein Infektionsherd wird dadurch ausgeschalten. Das Harz wird hauptsächlich von Birken, Ulmen, Nadelbäumen, Pappeln, Roßkastanien und Buchen eingetragen. Die Bienen sammeln die Harze dieser Pflanzen aus den jungen Knospen und Baumverletzungen und versetzen sie mit ihren eigenen Fermenten. Propolis kann vom Imker mittels "Propolisgitter" gewonnen werden. Dazu wird das Gitter über den Bienenbau unter einen undichten Bienenstockdeckel gelegt. Die Bienen verkitten das Gitter, weil sie es als undichte Stelle empfinden. zum Jahresende wird das Gitter entfernt und das Propolis abgerieben.

Gewinnung

Der Imker hat verschiedene Möglichkeiten das Propolis von Stellen der Bienenbehausung zu gewinnen. Mit dem Harz verkittete Stellen werden mit einem Stockmeißel abgekranzt und gesammelt. Meist befindet sich das Bienenkittharz an Rähmchen oder am Rand der Zargen, bzw. Bienenkisten.
Der gewonnen Rohpropolis wird entweder verarbeitet oder in Alkohol gelöst.

Verwendung

Heutzutage wird der geheimnisvolle Stoff auf Grund seiner besonderen Eigenschaften vielfältig eingesetzt. Vor allem dient Propolis als natürliches Element in der Naturheilkunde.
Ausprägungen in der Naturheilkunde sind:

*Salbe
*Creme
*Lösung
*Tropfen

Anwendung

Die Anwendungsgebiete sind vielfältig, aber grundsätzlich lässt sich sagen, dass es entzündungshemmend wirkt. Sowohl innerlich, wie auch äusserlich.
Daher ist eine innere und eine äußere Anwendung denkbar. (Vorsicht: Allergiker! Einige Menschen reagieren allergisch!)
Die immunisierende Wirkung von Propolis wird u.a. in der Krebstherapie angewendet, in der Tumore bekämpft werden. Bei folgenden Indikationen kann Kittharz angewendet werden:
einige spezielle Anwendungsfälle:

Abszeß: Propolistinktur auf die befallenen Stellen auftragen.
Akne: Propolistinktur oder Propoliscreme auf die befallenen Stellen auftragen.
Blasenentzündung: 3x1 täglich Propoliskapsel oder 3x 4-5 Propolistropfen auf Zucker
einnehmen.
Blutungen: Wegen ihrer klebrigen Beschaffenheit ist Propolis ein brauchbares Mittel,
um Blutungen zu stillen. Hierfür verwendet man Propolistinktur oder man
kaut Rohpropolis und tragt es vermischt mit Speichel auf die Wunde.
Ekzeme (nur trockene): Propoliscreme auf die befallenen Stellen auftragen. Bei nässenden
Ekzemen kann Propolis dieses Leiden jedoch verschlimmern.
Geschwüre: Bei äußerer Anwendung: Propolistinktur oder Propoliscreme auf die
befallenen Stellen auftragen. Tragen Sie Propolistinktur auf ein Stück
Gaze auf und legen Sie es auf das Geschwür. Das dadurch verursachte
Brennen kann auch die Verdünnung der Tinktur mit etwas kochendem
Wasser gelindert werden.
Bei innerer Anwendung: Vor dem Essen 3x1 Propoliskapsel oder 4-5 Propolistropfen auf Zucker
einnehmen
Gürtelrose: Propoliskapsel oder Propolistropfen auf Zucker zwischen den Mahlzeiten
einnehmen. Propoliscreme auf die erkrankten Körperpartien auftragen.
Läßt den Juckreiz verschwinden.
Halsschmerzen: 2-3 Propolisbonbons lutschen; oder gurgeln mit einer Lösung aus vier bis
fünf Tropfen einer Propolistinktur in einem halben Glas warmen Wasser.
Hühneraugen: Propoliscreme auf die befallenen Stellen auftragen
Husten: Propolisbonbons so oft als nötig lutschen; oder gurgeln mit einer Lösung
aus vier bis fünf Tropfen einer Propolistinktur in einem halben Glas warmen
Wasser. Das Gurgelmittel kann auch geschluckt werden.
Mandelentzündung: 2-3 Propolisbonbons lutschen; oder gurgeln mit einer Lösung aus vier bis
fünf Tropfen einer Propolistinktur in einem halben Glas warmen Wasser.
Mundgeruch (Halitosis): 2-3 Propolisbonbons lutschen; oder gurgeln mit einer Lösung aus vier bis
fünf Tropfen einer Propolistinktur in einem halben Glas warmen Wasser.
Schnittwunden: Propolistinktur auf die Schnittwunde auftragen
Schuppenflechte: Folgen Sie den Anweisungen für trockene Ekzeme. Wenn es nach einer
Woche kein Anzeichen einer sichtbaren Besserung gibt, hat es kaum Sinn
die Behandlung fortzusetzen.
Stirnhöhleneiterung: 4-5 Tropfen Propolistinktur auf Zucker einnehmen; oder man kaut
Rohpropolis oder lutscht einige Propolisbonbons.
Wunden (frische und schlecht heilende): Propolistinktur oder Propoliscreme auf die Wunden
auftragen.
Zahnfleischerkrankungen: Man kaut Rohpropolis oder lutscht einige Propolisbonbons. Zähne mit
Propoliszahnpasta reinigen.
Zahnschmerzen: Wegen ihrer anästhesierenden Wirkung kann Propolistinktur im Bereich
des befallenen Zahnes auftragen werden.


Quelle: Markus Orlinski, "bee-info.de"



©2005-2012 by Honigland-Kärnten | Designed by Webdesign.schrott [at] aon.at